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Bio seit 1992

300 Jahre Neudeggerhof . 30 Jahre Bio-Wein Winzerkommentar

Bauen und Wohnen

Was werden unsere Kinder über uns und unsere Vorfahren denken? Werden sie stolz sein und sich darüber freuen, was wir alles gemacht haben?

Diese Frage stelle ich mir persönlich immer wieder. Und daran denke ich auch, wenn ich Renovierungen und Umbauten im Betrieb tätige. Sind die Arbeiten einfach zu bewerkstelligen oder entstehen hier Bausünden und werden Materialen womgölich verwendet, die man später teuer entsorgen muss?

Ressourcenschonend

Unser Ziel ist es, möglichst ressourcenschonend zu arbeiten. Bei baulichen Tätigkeiten setzen wir stets auf Materialien, die umweltverträglich sind. Zum Beispiel verwenden wir zum Dämmen der Gebäude Zellulose, Holzfaser, Glasschaumgranulat oder Flachs. Zum Sanieren kommen Lehmputze, mineralische Putze und Holz aus dem eigenen Wald zum Einsatz. Wir versuchen möglichst keine weiteren Flächen zu versiegeln, sondern die Gebäude, die wir haben, bestmöglich zu nutzen. Dazu gehört auch, dass alte Gebäude nicht zerstört sondern, wenn möglich saniert werden. Ein paar Beispiele: Einer unserer Stadl stammt aus dem 17. Jahrhundert, ein weiterer wurde 1860 erbaut. Auch unser Gewölbekeller ist noch im vollen Einsatz: Er ist etwa 300 Jahre als und ist damit der ältestes Teil unseres Weingutes. Die heutigen Verkostungsräumlichkeiten und unsere Gästezimmer wurden früher einmal von Schweinen bewohnt oder wurden als Strohlagerräume genutzt.

Richtung: Autarkie

Wir haben auch eine eigene Nutzwasserversorgung am Betrieb. Das Wasser kommt aus unserem Hausbrunnen, der schon mehr als 100 Jahre alt ist. Nutzwasser wird unter anderem zum Kühlen im Keller und für sanitäre Anlagen verwendet. Mit kostbarem Trinkwasser aus unserem Ortsbrunnen können wir somit sparsamer umgehen.

Seit dem Jahr 2000 produziert eine Photovoltaik-Anlage Strom am Weingut. Die bestehende Anlage wurde im Jahr 2021 erweitert und um einen Speicher ergänzt. Wenn also tagsüber die Sonne scheint, verbrauchen wir ausschließlich Strom aus eigener Produktion und füllen zudem die Speicherbatterie voll. Der gespeicherte Strom wiederum, versorgt uns über Nacht. Inzwischen sind auch fast all unsere Leuchtmittel auf LED umgestellt.

Unsere gesamte Wärme- und Warmwasserversorgung erfolgen zudem über eine eigene Solaranlage und eine eigene Hackschnitzelheizung. Das Holz dafür kommt wiederum aus unserem eigenen Wald vom nahen Manhartsberg. Und weil viele kleine Bausteine ein großes Ganzes ergeben achten wir zum Beispiel auch darauf, dass unsere Waschmaschine und der Geschirrspüler direkt an das Warmwasser angeschlossen sind – somit brauchen sie weniger Strom.

Zahlen und Daten

  • Stromproduktion: Eigene 15 Kwp Photovoltaik(PV)anlage und 10 Kwp Photovoltaikanlage eines externen, regionalen Betreibers
  • Stromspeicherung: 22 kwh Speicherbatterie
  • Tiefe Ortsbrunnen für Trinkwasser: 150 m
  • Tiefe Hausbrunnen für Nutzwasser: 50 m
  • Die 80 kW-Hackschnitzelanlage versorgt in Kombination mit Solarpanelen das Weingut, die Gästezimmer und vier Haushalte das ganze Jahr mit Wärme und Warmwasser.

Kikerikiiii!

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